14 September 2008

Eröffnungskonzert der Internationalen Orgelwoche am 14. September 2008 in Glauchau

Eröffnungskonzert der Internationalen Orgelwoche am 14. September 2008 in Glauchau

„Es hat solche Freude gemacht, auf der herrlichen Orgel zu spielen!“ so Bine Katrine Bryndorf. Doch dankbar für das vollendete Orgelspiel sind ihr Publikum in der gut besetzten Kirche, die Hausherren, Sponsoren, Schirmherren enviaM und Landrat Dr. Christoph Scheurer sowie als Veranstalter die Sächsische Orgelakademie e. V. Alles passt: Die festlich geschmückte und erleuchtete Kirche, deren Sanierung vor zwei Jahren vollendet wurde, bildet das Ambiente, um mit allen Sinnen die vollendet interpretierte Musik zu genießen. 
Johann Sebastian Bachs Sonate VI G-Dur, seine Fantasie „Pièce d’Orgue“ und die Choralfantasie „Komm heilger Geist Herre Gott“ lassen die Klangfarben der Silbermannorgel voll zur Geltung kommen. Der Boden vibriert, dann wieder berühren gefühlvoll hervorgezauberte Flötentöne. 

Die vier Variationen des Chorals „Vater unser im Himmelreich“ in der 6. Orgelsonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy spannen den Bogen weiter. Mendelssohn gestaltet hier Formen der Bachzeit. Doch der letzte Satz hebt sich ab. Wie ein „Lied ohne Worte“ spiegelt er Mendelssohns romantische Musikauffassung wider. 

Bewusst hat die Dänin ihr Programm mit Georg Muffats Apparatus musico-organisticus von 1690 begonnen. Der Zeitgenosse Bachs hatte ihm eines voraus: Er war weiter gereist und diese für damalige Zeiten nicht selbstverständliche Weltoffenheit passt zum internationalen Anspruch der Orgelwoche, die dieses Jahr einen Brückenschlag zwischen Sachsen und Tschechien bildet. 
Nach viel Beifall setzt die Organistin mit der Zugabe „passacaglia in d.“ von Johann Kaspar Kerrl das letzte Sahnehäubchen auf den gelungen Abend.

Bine Katrine Bryndorf erzählt: „Natürlich war ich aufgeregt, das gehört zu jedem Konzert. Die Orgel in Glauchau ist wunderbar und ich bin dankbar, dass ich darauf spielen durfte. Jedes neue Instrument muss man vorher halt a bisserl probieren“. Der Dialekt und das perfekte Deutsch stammen vom Studium in Wien. „Ich hatte keine familiären Vorbilder, aber ich wollte schon als Kind unbedingt Orgel spielen. Dass ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte, macht mich glücklich“. 
Die Begeisterung gibt sie mit ihren Erfahrungen weiter, im Kurs dieser Orgelwoche an tschechische und japanische Studenten sowie in ihrem Berufsalltag. Seit 2001 lehrt Bine Katrine Bryndorf als Professorin das Fach Orgel an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen. Etwa 20 Konzerte gibt sie jährlich in verschiedenen Ländern, so wie sie es mit ihrer Lehrtätigkeit und ihrer Familie vereinbaren kann. Denn die bescheiden wirkende Künstlerin ist auch eine berufstätige Mutter, die mit Hilfe ihres Partners den Alltag mit zwei kleinen Kindern bewältigt.

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