04 September 2017

Fulminante Orgelmusik mit den Kaufmann-Brüdern in Hohenstein-Ernstthal

Wer am 3. September 2017 zum Eröffnungskonzert der diesjährigen Internationalen Schönburger Orgelwochen einen der begehrten Plätze auf der Empore der St. Christophori-Kirche in Hohenstein-Ernstthal erobern wollte, musste zeitig kommen. Die Besucher der sehr gut gefüllten Kirche erlebten Markus und Pascal Kaufmann mit dem beeindruckenden Programm „Aus der russischen Seele“.
Kantor Hannes Sonntag und der Vorsitzende der Sächsischen Orgelakademie e. V., Dr. Johannes Roßner, dankten dem jeweiligen Partner für die gute und schon seit langem bewährte Zusammenarbeit, den beiden Musikern, dem interessierten Publikum und der Sparkasse Chemnitz sowie dem Landkreis Zwickauer Land für die Unterstützung.
Dr. Roßner betonte, wie wichtig es gerade in der heutigen politisch unruhigen Zeit sei, menschliche und kulturelle Brücken über Ländergrenzen hinweg zu schlagen. In diesem Sinne wird auch das Abschlusskonzert am 24. September 2017 am gleichen Ort Werke der Weltkultur „zur Freude und zur Erbauung des Gemüts“ vermitteln und lud ganz im Sinne Bachs zu den weiteren Veranstaltungen der Orgelwochen ein.
Doch dieser Sonntagnachmittag war ganz der russischen Musik gewidmet. Auch dieses Mal nahmen die jungen Organisten das Publikum durch ihre wunderbare Interpretationen und die ansprechenden Moderationen mit, um einzutauchen in das Wesen der russischen Seele und das Leben der für das Programm ausgewählten Komponisten: Sergej Rachmaninov, Peter Tschaikowski, Modest Mussorgski und Aram Chatschaturjan. Pascal Kaufmann hatte Orchestersätze aus dem „Nussknacker“ sowie der Sinfonie Nr. 6 „Pathetique“ von Peter Tschaikowsky und der Spartacus Suite Nr. 2 von Aram Chatschaturjan für die Orgel zu vier Händen und vier Füßen bearbeitet, die die Brüder vollendet spielten. Als sei dies nicht schon höchste Anforderung an Konzentration und Koordination, brachten Markus und Pascal Kaufmann auch noch diverse Schlaginstrumente ins Spiel. Bei dem von Markus gefühlvoll interpretierten Prelude Cis Moll von Rachmaninov, das dieser in einer schlimmen depressiven Verfassung komponiert hatte und dann zeitlebens mit großem Erfolg aufgeführt hatte, setzte Pascal mit Glockenklängen das „Tüpfelchen auf das i“.
Nach großem Applaus gab es als Zugabe noch den „Tanz der Zuckerfee“ von Tschaikowski zu hören. Nach dem Konzert wurden die Organisten von vielen Musikfreunden umringt und beantworteten auf Augenhöhe alle Fragen. So verrieten sie auch, dass sie nach einem solchen Konzert angeregt und am kreativsten für neue Ideen seien.
Markus und Pascal Kaufmann setzen trotz verschiedener Wohn- und Arbeitsorte ihre gemeinsame Konzerttätigkeit am Piano und an der Orgel fort. Markus Kaufmann ist seit März 2017 als Domorganist in Quedlinburg tätig. Pascal Kaufmann vollendet nach der erfolgreichen A-Diplom-Prüfung im Fach Orgel-Literaturspiel in der Dresdner Frauenkirche noch sein Kirchenmusikstudium in Dresden.
Am 1. Januar 2018 um 17 Uhr werden sie gemeinsam mit dem Blechbläserensemble Lutz Hildebrand e.V. aus Lößnitz für die Sächsische Orgelakademie e. V. und die Kirchgemeinde das Neujahrskonzert in der St. Laurentiuskirche ihrer Heimatstadt Lichtenstein gestalten – mit Orgel, Pauken und Trompeten.

Text und Fotos: R. Stöckel
Weitere Termine: http://konzertduo-kaufmann.de/

Viele Möglichkeiten uns zu erreichen.
    • Die Veranstaltungen werden gefördert von der Sparkasse Chemnitz

      gefördert vom Landkreis Zwickau und den Kirchgemeinden der Veranstaltungsorte

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      Postanschrift:
      Badergasse 17
      09350 Lichtenstein

       

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