10 September 2017

Kreuzorganist Holger Gehring spielt Orgelkonzert in Callenberg

Am Sonntag, dem 10. September, am 7. Deutschen Orgeltag und Tag des offenen Denkmals, gab im Rahmen der Internationalen Schönburger Orgelwochen 2017 Kreuzkirchenorganist Holger Gehring (Dresden) ein wunderbares Konzert in der St. Katharinenkirche Callenberg .
Nach der Begrüßung des Publikums durch den Vorsitzenden der Sächsischen Orgelakademie e. V., Dr. Johannes Roßner, der der Kirchgemeinde sowie den Sponsoren Sparkasse Chemnitz und Landkreis Zwickau für die Unterstützung dankte, ergriff Holger Gehring das Wort.
Der Organist der Kreuzkirche Dresden ist auch Orgelsachverständiger und kennt die Eigenheiten zahlreicher Orgeln der Region. Er erläuterte sein extra für diese 1858 eingeweihte Urban-Kreutzbach-Orgel zusammengestelltes Programm mit Stücken von Komponisten, die in dieser Zeitspanne gewirkt haben.
So erklangen von Adolph Friedrich Hesse (1809 – 1863) Einleitung, Thema und Variationen A-Dur, op. 47, von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847) die Sonata B-Dur, op. 65 Nr. 2, von Johann Gottlob Schneider (1789 – 1864) das Thema mit Variationen A-Dur und von Gustav Adolf Merkel (1827 – 1885 und kein Verwandter unserer Bundeskanzlerin) die Sonate Nr. 1 D-Moll op. 30. Letztere war eigentlich für zwei Spieler komponiert worden, wurde aber von Otto Türke für einen Spieler bearbeitet. Damit schließt sich der Kreis zur Region, denn Otto Türke wurde 1832 in Oberlungwitz geboren und war von 1865 bis zu seinem Tode 1897 Organist an der St. Marienkirche Zwickau, dem heutigen Dom.
Holger Gehring machte vor seinem Spiel auf weitere Besonderheiten dieser Komponisten aufmerksam: So war der viel herumreisende Hesse im In- und Ausland vor allem für sein hervorragendes Pedalspiel bekannt. Der ebenfalls reisefreudige Mendelssohn-Bartholdy war Komponist wie Organist und bevorzugte längere Stücke. Schneider, von dem die reizvollen und melodischen Variationen über ein Thema zu hören waren, war Organist an der Sonnenorgel in Görlitz und später an der Kreuzkirche Dresden. Zu Lebzeiten als „Sächsischer Orgelkönig“ berühmt, geriet er später in Vergessenheit.
Holger Gehring spielte die schwer zu beherrschende Kreutzbach-Orgel mit Meisterschaft und brachte zur Freude des Publikums ihre zahlreichen Klangfarben zur Geltung. Nach großem Applaus verabschiedete sich der Kreuzorganist mit einem weiteren Stück von Felix Mendelssohn Bartholdy als Zugabe.

Text und Fotos: R. Stöckel

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