12 März 2005

Podium junger Künstler - Konzert für Orgel und Saxophon

Podium junger Künstler - Konzert für Orgel und Saxophon

Freie Presse Annaberg - Buchholz vom 14.03.2005
Beitrag von Dirk Trautmann

Glanzvoller Auftakt für Konzertreihe
Organist Holger Gehring und Saxophonist Matthias Strauch begeistern in Mauersberger-Aula

Der Beginn dieses Konzertes am Samstagabend erfolgte klassisch, natürlich mit Werken von Bach. Wer sollte sonst ausgewählt werden für den Beginn eines Orgelkonzertes, zum Start einer kleinen Konzertreihe: Fantasie und Fuge in g-moll, vorzüglich gespielt von Holger Gehring auf der Jehmlich-Orgel in der Mauersberger-Aula im ehemaligen Königlichen Lehrerseminar in Annaberg-BuchhoIz. Der Organist erarbeitete sich das Filigrane der Fuge, aber es hörte sich nicht nach Arbeit an: Gehring führte dem staunenden Publikum die scheinbare Leichtigkeit des Orgelspiels vor. Eine Reihe von vier Konzerten, die jungen Solisten die Möglichkeit geben soll, sich zu präsentieren, wurde am Sonnabend mit dem Konzert für Orgel und Saxophon eröffnet. Für die Höhepunkte des Abends war aber nicht Bach verantwortlich, sondern das perfekte Zusammenspiel zweier Virtuosen. Zu Gehrings Orgelspiel kam das Saxophon von Matthias Strauch, das er mal solistisch bei seinen Improvisationen, dann wieder im Duett mit der Orgel einsetzte.
Veranstalter der kleinen Konzertreihe sind das Landratsamt Annaberg und die Sächsische Orgelakademie. Letztere ist ein Verein, der, beheimatet in Lichtenstein, inmitten der an Instrumenten so reichen sächsischen Orgellandschaft, sich die Bewahrung von alten Instrumenten und die Förderung junger Musiker auf die Fahnen geschrieben hat. „Wir wollen mit den Konzerten an der Jehmlich-Orgel im wundervollen Ambiente der Mauersberger-Aula jungen Solisten die Möglichkeit geben, aufzutreten", sagte Vereinsvorsitzender Johannes Roßner. Außerdem sollen neue Hörer für die Orgelmusik gefunden werden. Der eigene Anspruch, Podium für junge Solisten zu sein, wurde am Sonnabend nicht ganz erfüllt: „Das Eröffnungskonzert wollten wir jedoch mit gestandenen Musikern bestreiten", erläuterte Roßner.
Dem jungen Matthias Strauch, Jahrgang 1976, wurde der nur wenig ältere, aber renommiertere Holger Gehring zur Seite gestellt. Gehring, Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe, ist seit November vergangenen Jahres Kreuzorganist. Strauch studierte in Dresden Saxophon und Komposition und ist freischaffend tätig. 
Das aufmerksame und fachkundige Publikum bekam kleine Kostbarkeiten präsentiert, die im Zusammenspiel beider Musiker ihre Schönheit voll entfalten konnten. Dabei ragten aus einem anspruchsvollen Programm Solvejgs Lied von Edvard Grieg und die Sicilienne von Gabriel Fauré heraus. Ersteres melodiös in seiner Klage, bestach die Darbietung der Sicilienne durch den exakten Wechsel in der Melodieführung dieses tänzerisch-beschwingten Liedes.
Die Zuhörer in der Mauersberger-Aula konnten den vortrefflichen Solisten genau beim Spiel zuschauen: Gehring beim Registrieren, beim aufwändigen Spiel mit Manual und Pedal; Strauch bei seinen Soli, selbstvergessen, den Oberkörper neigend, seinem Instrument wundervolle Improvisationen entlockend.

Foto: Hartmut Puls

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