19 Juni 2017

Romantisches Konzert mit Orgel und Gesang in Hohenstein-Ernstthal

Gut besucht war die St. Christophori-Kirche in Hohenstein an sonnigen Sonntagnachmittag am  18. Juni 2017. Pfarrerin Anke Indorf würdigte bereits bei der Begrüßung, dass die Sächsische Orgelakademie e. V. – Lichtenstein- ein Konzert der Extraklasse biete und die Kirchgemeinde „nur“ die Kirche, die Jehmlich-Orgel und den Organisten zur Verfügung stelle.
Zu erleben waren die junge Sopranistin Michéle Rödel aus Plauen und Hannes Sonntag. Der Kantor und Organist  der St. Christophori-Kirche bgleitete die Lieder so feinfühlig an der Orgel, dass der Gesang seine volle Wirkung entfalten konnte.
Michéle Rödel hatte ein reizvolles Programm verschiedener Epochen und Orte zusammengestellt. Als Besonderheit interpretierte die Sängerin dabei ausgewählte Fassungen des „Ave Maria“ von  verschiedenen Komponisten: Luigi Cherubini, César Franck, Guiseppe Verdi, Josef Gabriel Rheinberger und von Ludger Stühlmeyer (geb. 1961), der das Lied 2016 Michéle Rödel gewidmet hat.  
Weiterhin erklangen u.a. Arien von Josef Gabriel Rheinberger (Kyrie eleison), Joseph Rheinberger Guilio  Caccini (Amarilli), Wolfgang Amadeus Mozart (Agnus dei), Giuseppe Giordani (Caro mio ben), Antonio Vivaldi (Quia respexit), Antonin Dorzak (Gott ist mein Hirte), César Franck (Panis angelicus) und Vincento Bellini (Salve Regina).

Hannes Sonntag brachte zweimal die Orgel als Soloinstrument zum vollen Einsatz: Mit der Fuge g-Moll (BWV 578) von Johann Sebastian Bach und der Fuga cromatica aus der Orgelsonate Nr. 4 op. 98 von Josef Rheinberger. Bei letzterem Stück streikte mitten im Spiel das Instrument und gab keinen Ton mehr von sich. Nach dem ersten Schreck zeigte der Kantor Humor und sagte zum Publikum: „Da sehen Sie mal, man kann gar nicht genug spenden für die  Kirchenmusik, damit sie immer funktioniert!“ Danach spielte er gelassen das ganze Werk noch einmal von Anfang an – und ohne weitere Störung bis zum Ende.

Die Sängerin und der Organist erhielten reichlich Beifall und verabschiedeten sich mit dem berühmten Largo von G. F. Händel (Ombra mai fu – Arie aus der Oper Xerxes) als Zugabe.
Die 29-jährige Sopranistin Michéle Rödel ist Stipendiatin der Internationalen Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth, Preisträgerin Internationaler Gesangswettbewerbe und Mitglied h.c. der Akademie Musik & Bühne sowie Mitglied im Deutschen Tonkünstlerverband.
Seit elf Jahren gibt sie Solokonzerte, 2005 trat sie u.a. solistisch in Salzburg auf. Im Oktober 2014 wurde sie als einzige deutsche Sängerin unter weltweit hunderten von Bewerbern zur Teilnahme am „38. Maria Callas Grand Prix/Opera 2014“ in Athen ausgewählt.
Sie arbeitete bereits mit verschiedenen Orchestern zusammen. Ihr Repertoire umfasst Arien und Lieder aus Oper, Operette, klassischem Lied und kirchenmusikalischen Werken sowie spanischen Zarzuelas.

Hannes Sonntag studierte von 2008 – 2014 an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Er erhielt seine Ausbildung u. a. bei dem Kantor der Frauenkirche Matthias Grünert. 2014 übernahm er das Amt des Kantors und Orgfanisten an der Jehmlich-Orgel der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Christophori in Hohenstein-Ernstthal.

Weitere Informationen unter www.michele-roedel.de und www.christophori.de


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