18 Oktober 2016

Winterreise im Schloss Waldenburg

Am 16. Oktober 2016 lud die Sächsische Orgelakademie e. V. zum letzten Schönburger Meisterkonzert für dieses Jahr in den Blauen Saal des Schlosses Waldenburg ein.
Die beiden jungen Dresdener Musiker Benjamin Glaubitz (Tenor) und Hiroto Saigusa, (Klavier) begeisterten das Publikum mit dem Liederzyklus „Die Winterreise“ von Franz Schubert. Nach ihrem großen Erfolg im vergangenen Frühjahr mit Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann hatten sich die Gäste des Konzertes einen erneuten Auftritt des Lied-Duos gewünscht. Dass an diesem Sonntag noch Plätze in dem schönen Konzertsaal frei geblieben waren, lag vielleicht an dem herrlichen Herbstwetter, das noch einmal in die Natur lockte. Die Besucher im Schloss zeigten sich von dem musikalischen Programm und dem schönen Ambiente sehr angetan. Nach viel Beifall verabschiedeten sich Benjamin Glaubitz und Hiroto Saigusa mit dem Lied von Franz Schubert „An die Musik – Du holde Kunst“ als Sahnehäubchen passend zum Programm.
Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, sich von Dr. Johannes Roßner, dem Vorsitzenden der Sächsischen Orgelakademie e. V., durch die Ausstellung „Credo musicale – vom Bau und Wesen einer Orgel“ führen zu lassen.
Da es dieses Mal keine Pause gab, bot die Orgelakademie bereits vor dem Konzert ein Getränk mit Gebäck an. Auch danach ergab sich noch die Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre mit den Künstlern und Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.
„Die Winterreise“ ist ein Zyklus aus 24 Liedern für Singstimme und Klavier, den Franz Schubert im Herbst 1827 komponierte. Die Texte stammen von Wilhelm Müller (1794–1827). Er kam aus Dessau und verkehrte im schwäbischen Dichterkreis um Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Wilhelm Hauff und Gustav Schwab. Beeinflusst wurde er von den Romantikern Novalis (Friedrich von Hardenberg), Clemens Brentano und Achim von Arnim. Franz Schubert wurde von den melancholischen Gedichten unmittelbar angesprochen, die Rückblicke und Stimmungen eines von der Liebe und Misserfolgen des Lebens enttäuschten Mannes ausdrücken. Der Komponist lebte selbst mit Einsamkeit und Krankheit, als er die Lieder im Todesjahr Wilhelm Müllers vertonte. Ein Jahr später, 1828, starb Franz Schubert selbst mit nur 31 Jahren.
Der in Chemnitz gebürtige Benjamin Glaubitz erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Kreuzchor Dresden. Er studiert seit 2006 Gesang an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Der junge Tenor war mehrfach Teilnehmer des Internationalen Festivalsensembles der Bachakademie Stuttgart. Er konzertiert mit namhaften Orchestern und Chören, u. a. in der Semperoper Dresden, an der Hamburgischen Staatsoper und zu Konzerten im In- und Ausland. Gemeinsam mit dem Pianisten Hiroto Saigusa gestaltet er Lied-Reihen wie „Schumanniade“, „Lied in Dresden“ oder „Lied-Gut“ mit berühmten Liederzyklen von Schumann, Schubert, Brahms oder Wolf.
Hiroto Saigusa, bekannt durch seine Auftritte mit dem Saxonia-Piano-Trio, erhielt im Alter von vier Jahren beim Vater und danach am Konservatorium Tokio ersten Klavier- und Kompositionsunterricht. Sein Wunsch, in Deutschland zu studieren, führte ihn 2002 zum Studium an die Musikhochschule Dresden. Dort schloss er sowohl sein Diplomstudium als auch das Konzertexamen der Meisterklasse bei Prof. Winfried Apel mit Auszeichnung ab.
Er wurde Preisträger mehrerer renommierter Klavier-Wettbewerbe. Hiroto Saigusa arbeitet neben seinen solistischen Auftritten als Kammermusikpartner und Liedbegleiter sowie als Vokalrepetitor an der Hochschule für Musik „Carl-Maria von Weber“.

Auch 2017 sollen die beliebten Schönburger Meisterkonzerte im Waldenburger Schloss fortgesetzt werden.

Viele Möglichkeiten uns zu erreichen.
    • Die Veranstaltungen werden gefördert von der Sparkasse Chemnitz

      gefördert vom Landkreis Zwickau und den Kirchgemeinden der Veranstaltungsorte

    • Adresse

      Postanschrift:
      Badergasse 17
      09350 Lichtenstein

       

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